27 Taufen in Otacpab

Seit 02.01. sind wir nun nach fast zweijähriger Pause wieder in Otacpab. Wir kurieren noch unsere Omicron-Infektion aus. Als dreifachgeimpfte verläuft sie sehr mild.

David hatte die Taufen extra zurückgestellt, damit wir dabei sein können. So war dieser Tag ein Tag des Willkommens und der große Tag für 27 Täuflinge. Die ersten beiden Male hatten wir im Sumpf getauft. Aber die Wasserqualität ist so schlecht, dass es nicht mehr zumutbar war. So entschloss sich David zusammen mit Bosco ein Taufbecken neben dem Gemeinschaftsgebäude zu bauen. Was für eine wundervolle Idee. Leider haben sie zum Bauen gewöhnlichen Zement benutzt und so versickerte jedes Mal ein Großteil des Wassers, nachdem es eingegossen war. Dabei hatten einige Männer in der Nacht versucht das Becken mit Wasser von der Quelle zu füllen. Viel Arbeit ohne Erfolg.

Was für eine Herausforderung. Ich finde David und Nelson haben bei der Taufe gut und hart gearbeitet. Für einige der Täuflinge war das Erleben angstbesetzt, weil sie noch nie in ihrem Leben unter Wasser waren. So war es insgesamt feierlich, lustig. fröhlich …

Das Ganze war eingebettet in einen 3 1/2 stündigen Gottesdienst. Als Jörg David nach dem Zeitrahmen für die Predigt fragte meinte dieser 1h. Jörg erwiderte, er hätte für 2h vorbereitet, würde aber kürzen. Am Ende war es eine intensive gute halbe Stunde.

Zum Abschluss hatten David und Annett als Überraschung eine Mahlzeit mit Posho, Bohnen und Reis vorbereitet. So konnten wir unserer vorbereiteten Bohnen als Abendmahlzeit an unseren Wächter weiter geben.

Es war so anders dieses Mal. So viel familiärer und tiefer. Bei den letzten beiden Taufen befand sich die kleine Gruppe noch im Hype um die Weissen. Viele Menschen kamen nur wegen uns und um der vielen Vorteile, die sie sich versprachen. In unserer zweijährigen Abwesenheit ist eine gesunde Gemeinschaft zusammengewachsen. Mit dem Ergebnis, dass die 27 Täuflinge nahezu die halbe Gemeinde ausmachten. So war es ein starkes Gemeinschaftserlebnis und, so unser Eindruck, wird es die Gemeinschaft stärken.

Was für ein schöner gelungener Tag und was für ein Start in dieses neue Jahr 2022. Wir sind gespannt, was es noch alles bringen wird.

Jörg

Ich bin ein Narr für Christus. Geboren 1958 in Niedersachsen. Gearbeitet habe ich 10 Jahre als Finanzbeamter, 10 Jahre als Steuerberater und 10 Jahre als Personalsachbearbeiter. Seit 2014 bin ich überwiegend für das Reich Gottes unterwegs.

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